KI-Bilder für die eigene Website: Worauf du bei der Erstellung achten solltest

KI-Bilder lassen sich heute innerhalb weniger Sekunden erstellen. Eine kurze Beschreibung genügt – und schon entsteht ein Bild, das auf den ersten Blick beeindruckend aussehen kann. Für eine Website reicht ein schönes Einzelbild allerdings nicht immer aus.

Damit KI-generierte Bilder wirklich zur Website passen, solltest du dir schon vor der Erstellung Gedanken über Stil, Farben, Bildaufbau und die spätere Verwendung machen. Gerade wenn mehrere Bilder zum Einsatz kommen, sorgt eine einheitliche Gestaltung dafür, dass die Website nicht wie eine zufällige Sammlung unterschiedlicher Motive wirkt.

Erst überlegen, wofür das Bild gebraucht wird

Bevor du eine KI mit der Bilderstellung beauftragst, solltest du wissen, wo das Bild später eingesetzt werden soll. Ein großes Titelbild für eine Website stellt andere Anforderungen als eine kleine Illustration innerhalb eines Beitrags oder ein quadratisches Bild für soziale Medien.

Dabei geht es nicht nur um die Größe. Auch das Seitenverhältnis und der Bildaufbau spielen eine wichtige Rolle. Ein Motiv, das in einem quadratischen Bild gut funktioniert, kann beim Zuschnitt auf ein breites Format plötzlich wichtige Bestandteile verlieren.

Überlege deshalb möglichst schon vor der Erstellung, welches Format du benötigst und wo sich die wichtigen Elemente des Motivs befinden sollen. Soll später beispielsweise eine Überschrift über einem Teil des Bildes liegen, sollte dieser Bereich bewusst frei oder zumindest ruhig gestaltet bleiben.

Das erspart nachträgliches Zuschneiden und verhindert, dass ausgerechnet der wichtigste Teil eines ansonsten gelungenen Bildes später von Text oder anderen Elementen verdeckt wird.

Einen einheitlichen Bildstil festlegen

KI kann Bilder in nahezu jedem denkbaren Stil erzeugen. Genau diese Vielfalt kann auf einer Website allerdings schnell zum Problem werden. Wenn ein Beitrag mit einer fotorealistischen Aufnahme beginnt, der nächste eine verspielte Comicgrafik verwendet und daneben eine dreidimensionale Illustration erscheint, fehlt schnell ein gemeinsamer visueller Zusammenhang.

Deshalb lohnt es sich, für eine Website einen grundsätzlichen Bildstil festzulegen. Das bedeutet nicht, dass jedes Bild gleich aussehen muss. Bestimmte Merkmale sollten sich aber wiederholen – beispielsweise die Art der Illustration, die verwendeten Farben, die Darstellung von Personen oder Gegenständen und die allgemeine Bildwirkung.

Für Pixeltrimmer verwenden wir bei den Tipps & Tricks beispielsweise moderne, anschauliche Illustrationen, die ein Thema ähnlich wie eine zeitgemäße Lehrbuchgrafik erklären. Die Motive dürfen unterschiedlich sein, folgen aber einer gemeinsamen gestalterischen Idee.

Ein solcher Rahmen macht auch die Arbeit mit der KI einfacher. Statt bei jedem neuen Bild wieder bei null anzufangen, kannst du bereits festgelegte Vorgaben erneut verwenden und nur das eigentliche Motiv anpassen. So entsteht mit der Zeit eine Bildsprache, die zur Website gehört und einen gewissen Wiedererkennungswert schafft.

Farben und Gestaltung an die Website anpassen

Neben dem Bildstil tragen auch Farben wesentlich dazu bei, ob eine Illustration wie ein natürlicher Bestandteil der Website wirkt oder eher wie ein Fremdkörper. Deshalb kann es sinnvoll sein, der KI bereits bei der Bilderstellung eine passende Farbwelt vorzugeben.

Bei Pixeltrimmer sind beispielsweise Rot, Schwarz, Weiß und verschiedene Grautöne die prägenden Farben. Diese tauchen deshalb auch in den Illustrationen der Tipps & Tricks immer wieder auf. Das bedeutet nicht, dass jedes Bild ausschließlich aus diesen Farben bestehen muss. Die charakteristischen Farben sollten aber deutlich genug vorkommen, um eine Verbindung zur übrigen Gestaltung herzustellen.

Dabei lohnt sich auch ein Blick auf helle und dunkle Darstellungen der Website. Ein Bild mit sehr dunklem Hintergrund kann im Dark Mode gut funktionieren, im Light Mode aber plötzlich wie ein schwerer schwarzer Kasten wirken. Umgekehrt können sehr helle Motive auf weißem Hintergrund nahezu verschwinden.

Die Farbwahl sollte deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Gute Website-Bilder funktionieren zusammen mit dem restlichen Design – und idealerweise sowohl auf hellen als auch auf dunklen Seitenbereichen.

Platz für andere Inhalte einplanen

Ein Bild auf einer Website steht nicht immer für sich allein. Häufig werden Überschriften, Schaltflächen oder andere Elemente darübergelegt. Auch das verwendete Layout kann dazu führen, dass bestimmte Bereiche eines Bildes teilweise verdeckt oder je nach Bildschirmgröße unterschiedlich zugeschnitten werden.

Solche Bereiche solltest du bereits bei der Bilderstellung berücksichtigen. Wichtige Motive und Informationen gehören möglichst in den Teil des Bildes, der später zuverlässig sichtbar bleibt. Bereiche, die von anderen Elementen überlagert werden, können dagegen bewusst ruhiger gestaltet werden.

Bei den Beitragsbildern der Pixeltrimmer-Tipps liegt beispielsweise ein Teil des Inhaltsbereichs über dem unteren Bereich der Illustration. Deshalb halten wir dort bewusst eine Sicherheitszone frei und platzieren die wesentlichen Elemente weiter oben im Bild.

Zusätzlich sollte rund um wichtige Motive etwas Abstand zu den Bildrändern bleiben. Das hilft insbesondere auf Smartphones, weil Bilder dort je nach Layout anders dargestellt oder zugeschnitten werden können.

Wer diese sogenannten Sicherheitsbereiche schon bei der Erstellung berücksichtigt, muss später deutlich seltener ein eigentlich gelungenes Bild nachbearbeiten oder neu erzeugen.

Vor dem Hochladen noch einmal prüfen

Ist die Illustration fertig, sollte sie nicht direkt auf der Website landen. Prüfe noch einmal, ob Format und Abmessungen zur vorgesehenen Verwendung passen und ob die Datei unnötig groß ist.

Auch ein sinnvoller Dateiname und – sofern das Bild inhaltliche Informationen vermittelt – ein passender Alternativtext gehören dazu.

Wie du Bilder für eine Website sinnvoll verkleinerst und worauf du bei Dateiformat, Dateiname und Alternativtext achten solltest, erklären wir ausführlicher im Beitrag „Warum du Bilder vor dem Hochladen auf deine Website verkleinern solltest“.

Kurz gesagt

KI kann sehr schnell ansprechende Bilder erzeugen. Für eine Website zählt aber nicht nur, ob ein einzelnes Bild gut aussieht. Überlege vorher, wofür es verwendet wird, achte auf einen einheitlichen Stil und passende Farben und plane wichtige Bildbereiche so, dass sie später nicht verdeckt oder abgeschnitten werden.

Kontrolliere das fertige Bild außerdem genau, bevor du es verwendest. Wenn anschließend noch Größe, Dateiname und gegebenenfalls Alternativtext stimmen, wird aus einem gelungenen KI-Bild auch ein Bild, das wirklich zur Website passt.